Ein Tag im Leben eines Volunteers, Teil 2

Ein Tag im Leben eines Volunteers – Heute: Wildtierbeobachtung & Poo-Counting

Ein privates Game Reserve in Südafrika ist in der Regel eingezäunt, um sich vor Wilderern zu schützen. Den dort lebenden Tieren kann man allerdings nicht verbieten sich von Gelände zu Gelände zu bewegen. Antilopen können sehr hoch springen und Zäune sind für sie kein Hindernis. Auch Raubtiere streifen durch weites Gelände auf der Suche nach Beute. Daher ist es für ein Game Reserve wichtig zu wissen, wie die Tierpopulation auf dem eigenen Land aussieht. Davon beeinflussen sich andere Tierarten und vor allem die Vegetation.

Aber wie stellt man nun fest, welche Tiere sich in welcher Gegend heimisch fühlen? Ganz einfach:

Man beobachtet die Tiere von einem geschützten Unterstand aus, still und leise, damit man sie nicht stört. Früh morgens und in Dämmerung sind Wildtierbeobachtungen optimal, da sich die Tiere dann an Wasserlöchern versammeln, um zu trinken. Die Tiere sind scheu und haben extrem gute Sinne, daher muss man einige Stunden still und möglichst regungslos dasitzen und beobachten. Für einen Volunteer heißt das, der Tag beginnt bereits vor Sonnenaufgang, man geht durch den Busch zu den im Reservat eingerichteten Unterständen und beobachtet über mehrere Stunden.

Die zweite Möglichkeit, die Arten und Populationen der Tiere der Gegend festzustellen ,ist das Poo-Counting. Beim Poo-Counting zählt man in festgelegten Abständen die Exkremente der unterschiedlichen Tiere. Zugegeben ist diese Arbeit etwas befremdlich am Anfang. Beim Poo-Counting läuft man entlang einer Linie, die man mit einem Seil spannt, und zählt wie viele und welche Art von Häufchen die Tiere hinterlassen haben. Als Volunteer lernt man relativ schnell, welches Häufchen von welchem Tier stammt 🙂

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2 Antworten

  1. Karo sagt:

    Poo counting – ist das nicht ein bisschen eklig?

    Hört sich aber irgendwie lustig an 🙂

  2. sandra sagt:

    Hallo Karo,

    etwas gewöhnungsbedürftig ist es schon. Aber da die meisten Tiere nur Gräser und Äste fressen, besteht auch das „Poo“ nur aus Bio-Stoffen.

    Viele Grüße
    Travel Volunteer

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