Sportsucht – Gibt es das wirklich?

Wenn Sport zur Sucht wird, kann es ungesund werden.

Im Frühjahr sieht man immer mehr Jogger durch den Wald oder Park laufen. Das Wetter wird besser und die Lust auf Fitness steigt. Sich nach der Arbeit oder einem langen Tag auspowern tut richtig gut und ist gesund.

Doch was passiert, wenn der Drang nach Sport und Fitness immer größer wird? Es kann sogar so weit führen, dass der Betroffene regelrechte Entzugserscheinungen bekommt, wenn er sich nicht bewegt. Aggressivität, Unruhe und Ausreden bei Job und im Freundeskreis sind Symptome dafür, dass der Sport zur Sucht wird oder bereits geworden ist.

Intensiver Sport ist nicht gleich Sportsucht

Nicht jeder Intensivsportler ist aber auch gleichzeitig Sportsüchtig. Es ist schwierig abzugrenzen, ob eine Sportsucht vorliegt oder nicht. Denn im Gegensatz zu anderen Süchten, wie Alkohol oder Tabak, wird dem Körper beim Sport keine fremde Substanz zugeführt. Anzeichen für eine Sportsucht sind bspw. das schlechte Gewissen oder Gefühl, wenn man eine Trainingseinheit ausfallen lässt oder bereits entstandene Konflikte durch den Sport im Freundeskreis und der Familie.

Sportsucht kann gefährlich werden. Denn der Betroffene findet keinen Weg, aufzuhören. Dennoch ist die Sportsucht nicht weit verbreitet. Es sind vielmehr einzelne Betroffene, die sich durch eine Therapie aus ihrer Sucht heraus helfen lassen sollten. Insbesondere dann, wenn der Sport dazu führt, dass man sich gesellschaftlich ausgrenzt, sowohl im Beruf als auch in der Familie und im Freundeskreis, und wenn gesundheitliche Konsequenzen auftreten.

Sport ist zudem ein Kompensierungsmechanismus. Probleme werden einfach weggelaufen. Durch das positive Gefühl, welches der Betroffene erlebt, wenn er Sport macht, wirken andere Probleme nicht mehr so schwer – zumindest kurzzeitig!

Sport, vor allem ausreichend viel Bewegung, ist wichtig für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden. Übertreiben sollte man es aber nicht!

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