Tennis – der weiße Sport

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In früheren Jahren noch als elitäre Sportart bezeichnet, ist Tennis seit geraumer Zeit ein vollkommen gesellschaftsschichtunabhängiger sportlicher Zeitvertreib.

Um den Sinn des Spiels kurz und prägnant auf den Punkt zu bringen, kann am besten der berühmte, deutsche Schriftsteller Erich Kästner zitiert werden: „Tennis gleicht der Forderung auf Pistolen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man sich nicht abmüht, dahin zu schießen, wo der Gegner steht, sondern möglichst dahin, wo er nicht steht.“

Ursprünge des Tennis

Der weiße Sport wurde vor rund 800 Jahren in französischen Klöstern unter dem Namen Jeu de Paume, was soviel heißt wie Spiel mit der Handinnenfläche, erfunden.

Nachdem sich der Engländer Walter C. Wingfield einige Zeit später, im Jahr 1874, das Rasentennis patentieren ließ, kam es 1877 zu den ersten Tennis-Meisterschaften in Wimbledon, einem Stadtteil von London. Die dort aufgestellten Regeln haben bis heute Gültigkeit.

Tennis in Deutschland

Der erste deutsche Tennisclub wurde im Jahr 1876 im hessischen Bad Homburg vor der Höhe ins Leben gerufen.

Der Vorreiter des DTB (Deutscher Tennis Bund) entstand 1902 in Berlin unter dem Namen Deutscher Lawn Tennis Bund (DLTB). Der DTB mit Sitz in Hamburg vereint als Dachorganisation alle deutschen Tennis-Verbände und Vereine. Seine Mitgliederanzahl beläuft sich auf fast 1,6 Millionen und ist damit drittgrößter Sportverband in Deutschland.

In den 1980er-Jahren gab es den bislang größten Tennis-Boom in Deutschland. Verantwortlich waren die herausragenden Leistungen der deutschen Sportler, allen voran Steffi Graf und Boris Becker. Letzterer ist mit seinem überraschenden Sieg über Kevin Curren aus dem Jahr 1985 der nach wie vor jüngste Sieger des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon.

Steffi Graf konnte in ihrer beispiellosen Karriere  insgesamt 22 Grand-Slam-Titel feiern. Außerdem gewann sie 1988 als bislang einzige den sogenannten Golden Slam (alle vier Grand-Slam-Turniere und Olympisches Gold in einem Jahr). Sie führte die Weltrangliste 377 Wochen am Stück an und gilt als eine der besten Tennisspielerinnen aller Zeiten.

Obwohl deutsche Tennis-Profis in der jüngeren Vergangenheit nicht mehr so häufig die ganz großen Erfolge feiern konnten, erfreut sich Tennis in Deuschland nach wie vor größter Beliebtheit.

Derzeit (Stand: Februar 2014) befindet sich mit Angelique Kerber eine deutsche Tennisspielern in den Top10 der Weltrangliste (Platz 9). Bei den Herren ist Tommy Haas auf Platz 12 bestplatzierter Deutscher.

Den Aktiven stehen in Deutschland rund 47.000 Tennisplätze zur Verfügung.

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