Waisenhaustourismus in Kambodscha

Illegale Waisenhäuser in Kambodscha setzen Kinder, die gar keine Waisen sind, spendenwirksam ein.

Das Thema ist nicht mehr ganz aktuell, dennoch sollte es nicht aus dem Bewusstsein der Medien verschwinden: Im ARD Weltspiegel vom 24. August 2013 berichtete Korrespondent Norbert Lübbers über Waisen in Kambodscha, die gar keine Waisen sind. Sie sollen die Herzen der Touristen erweichen. Die Kinder kommen aus armen Familien und werden spendenwirksam eingesetzt. Touristen gehen mit besten Absichten nach Kambodscha und möchten helfen. Doch ist es keine Hilfe, wenn die Kinder zu touristischen Zwecken missbraucht werden.

Der Waisenhaustourismus in Kambodscha ist lukrativ, es werden sogar Ausflüge angeboten. Waisenhäuser, die dieses Geschäft verfolgen sind illegal. Etwa die Hälfte der rund 500 Waisenhäuser in Kambodscha ist nicht registriert. Auch Volunteers arbeiten in solchen Waisenhäusern und bezahlen dafür hohe Summen, um scheinbar etwas Gutes zu vollbringen.

Durch seine Recherchen hat Norbert Lübbers eine Checkliste erstellt, woran man unseriöse Waisenhäuser in Kambodscha erkennen kann. Freiwilligenarbeit ist prinzipiell etwas Positives, aber man sollte genau schauen, für welche Projekte und welchen Veranstalter man sich entscheidet.

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1 Antwort

  1. 4. März 2014

    […] auf die Gemeinden oder den Naturschutz abzielt. Wir haben bereits vor kurzem über den sogenannten Waisenhaus-Tourismus berichtet, bei dem einige Organisationen eben diesen nachhaltigen und verantwortungsvollen […]

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