EU lockert Regelung für Flüssigkeiten im Handgepäck

Neue Regeln für Handgepäck

Seit mittlerweile sieben Jahre kennen es Reisende am Flughafen gar nicht mehr anders: Flüssigkeiten, ob Parfum, Deo oder Crème – keine Tube, keine Flasche oder andere Behälter dürfen jeweils mehr als 100 ml Inhalt haben. Noch dazu muss alles in einem durchsichtigen 1-Liter-Plastikbeutel passen und bei der Handgepäckkontrolle brav vorgezeigt werden. Wollte man sich im Duty-Free-Shop noch ein flüssiges Souvenir mitnehmen, musste dieses beim Umsteigen an einem anderen Flughafen am Check-In-Schalter aufgegeben werden, was sich bisweilen als schwierig bis unmöglich herausstellte. Diese Prozedur wird nun einfacher, denn die EU lockert die Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck.

Ab 31. Januar 2014 dürfen Passagiere, die auf Flughäfen außerhalb der EU Flüssigkeiten erworben haben, diese beim Umsteigen innerhalb der EU wieder mit an Bord nehmen. Kauft man bspw.  am Duty-Free-Shop in Toronto eine Flasche Whiskey, darf diese beim Umsteigen in Paris auf dem Heimflug nach München mit in das Flugzeug genommen werden – als Handgepäck. Die Flasche muss jedoch bis zum Zielflughafen in einer versiegelten Plastiktüte verbleiben.

Unverändert bleibt jedoch, dass grundsätzlich nur maximal 100-ml-Behälter mit Flüssigkeiten an Bord genommen werden dürfen, die in einen 1-Liter-Plastikbeutel passen. Außerdem dürfen wichtige Medikamente mit entsprechendem Nachweis sowie Babynahrung oder andere unverzichtbare Nahrungsmittel mit an Bord genommen werden.

Hochleistungsscanner erkennen Flüssigkeiten im Handgepäck

Die EU führt diesen Schritt als erste Lockerung der Regelung ein, die seit 2006 gilt, nachdem Terroristen versuchten, Sprengstoff in Getränkeflaschen auf Transatlantikflügen zu schmuggeln. Grundsätzlich soll die Regelung für das Handgepäck komplett fallen. Jedoch müssen dafür die entsprechenden technischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit Sprengstoffe bei der Gepäckkontrolle identifiziert werden und von harmlosen Flüssigkeiten unterschieden werden können. Die ersten dieser Hochleistungsscanner sind seit 2. Dezember 2013 am Flughafen Frankfurt am Main, dem größten deutschen Drehkreuz, im Transitbereich im Einsatz. Nun müssen die Scanner auch an weiteren Stellen in Betrieb genommen werden, um einen flächendeckenden Schutz zu gewährleisten.

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