Tollwut in Afrika – Vorsicht auf Reisen in ländliche Gebiete

Bundesminister Christian Schmidt engagiert sich für die Bekämpfung der Tollwut in Afrika

Gegen die Tollwut gibt es bewährte Bekämpfungskonzepte. Dennoch breitet sich die gefährliche Virusinfektion insbesondere in Afrika, in Asien und dem Mittleren Osten immer weiter aus. Schätzungen der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) zufolge stirbt etwa alle zehn Minuten ein Mensch an den Folgen einer Tollwutinfektion. Die Infizierung erfolt häufig durch den Biss eines infizierten Hundes.

Am Sonntag, 28. September, wurde der jährliche Welttollwuttag begangen. Anlässlich dessen kündigte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt ein Projekt zur Bekämpfung der Tollwut an. „Es ist nachgewiesen, dass die Impfung von Hunden in besonders betroffenen Regionen die beste Strategie zur Verbesserung der Situation bei Mensch und Tier darstellt. Denn die medizinische Versorgung nach einer Bissverletzung ist in ihrer Wirkung sehr unsicher und zudem für viele Menschen in Entwicklungsländern viel zu kostspielig. Ich habe mich für ein gemeinsames Projekt mit der Weltorganisation für Tiergesundheit stark gemacht, das über eine Impfkampagne bei Hunden die Tollwutsituation in bestimmten Regionen im südlichen Afrika verbessern soll.“

Tollwut in Afrika

Neben der finanziellen Untersützung durch das BMEL soll es zudem eine Beteiligung des Friedrich-Loeffler-Instituts, des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit, wissenschaftliche Expertise sowie tatkräftige Unterstützung vor Ort geben. Ein wichtiger Bestandteil zur Bekämpfung der Tollwut in Afrika ist die Aufklärung der Bevölkerung. Es muss eine Sensibilisierung stattfinden. Veterinärmedizinische Aspekte alleine können nicht ausreichen, um das Projekt zum Erfolg zu führen. Es muss zudem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den nationalen Behörden geben und eine ausreichende Infrastruktur bereitgestellt werden.

Das Projekt soll Anfang 2015 starten und ist auf mehrere Jahre angelegt. Es hat zum Ziel, eine regionale Impfstoffbank aufzubauen, um den Verantwortlichen vor Ort eine langfristige Sicherung des Impferfolgs zu ermöglichen.

Hintergrundinformation zur Tollwut

Die Tollwut ist eine weltweit auftretende Virusinfektion bei Tieren mit hohem Gefährdungspotential für Menschen, die Kontakt mit infizierten Tieren hatten. Vor allem in Afrika, Asien und dem Mittleren Osten zeigt die Infektion nach den offiziellen Ausbruchsmeldungen an das OIE in den vergangenen fünf Jahren steigende Ausbreitungstendenz. Dennoch wird die Bekämpfung vernachlässigt. Tollwut gilt als „neglected disease“– und dies, obwohl bewährte Bekämpfungskonzepte zur Verfügung stehen.

Quelle: BMEL

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